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Corona-Impfpflicht in Österreich ab 1. Februar 2022

Österreich plant Covid-Impfpflicht für alle: Impfmandat

Corona-Impfpflicht in Österreich: Das Land geht inmitten steigender Fälle in die dritte Sperrung und kündigt das Impfmandat ab Februar 2022 an.

Österreich soll als erstes europäisches Land Impfungen gegen Covid 19 verpflichtend machen und ab Montag in den dritten bundesweiten Lockdown für mindestens 10 Tage gehen, teilte Bundeskanzler Alexander Schallenberg mit.

Die Regierung sagte, sie bereite die rechtlichen Grundlagen für ein allgemeines Impfmandat vor, das ab dem 1. Februar in Kraft treten soll, mit Ausnahmen für diejenigen, die aus medizinischen Gründen keine Impfung erhalten können.

Das Alter, ab dem Menschen geimpft werden müssen, steht noch nicht fest, teilte die Regierung mit.

Wer die Impfung verweigert, muss mit einer Geldstrafe rechnen, die in eine Freiheitsstrafe umgewandelt werden kann, wenn die Geldstrafe nicht eingezogen werden kann.

„Lange war man sich hierzulande einig, dass wir kein Impfmandat wollen“, sagte Schallenberg nach einem Treffen mit den Staatschefs der Alpenrepublik. „Trotz monatelanger Überzeugungsarbeit ist es uns nicht gelungen, genügend Menschen von einer Impfung zu überzeugen.“

Die Verschärfung der Impfpasskontrollen und der Testanforderungen habe begonnen, einen Unterschied zu machen, aber es „hat nicht genug überzeugt“, sagte Schallenberg, der letzten Monat das Amt des Kanzlers von seinem Parteifreund Sebastian Kurz übernommen hatte. „Wir wollen keine fünfte Welle, wir wollen keine sechste oder siebte Welle.“

Österreich übersteht seine stärkste Covid-Welle, wobei die Behörden am Freitag über sieben Tage 990 Fälle pro 100.000 Menschen gemeldet haben. Es verzeichnete am Freitag weitere 15.809 Neuinfektionen.

Das Land hat die niedrigste Impfrate in Westeuropa, 66 % seiner Bevölkerung sind vollständig geimpft. In den vergangenen zwei Wochen hat die konservative grüne Koalitionsregierung versucht, einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern, indem sie in Restaurants und Bars einen Impf- oder Genesungsnachweis für Bürgerinnen und Bürger verbindlich vorschreibt und dann einen „Lockdown für Ungeimpfte“ ausruft.

Verwaltungsstrafen bei Verstößen gegen Corona-Impfpflicht in Österreich

Bei Verstößen gegen die Impfpflicht wird es Verwaltungsstrafen geben, Details werden dazu noch ausgearbeitet, so Schallenberg. Es werde jedenfalls Ausnahmen für all jene geben, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Während Länder wie Italien und Frankreich die Impfung gegen Covid-19 für Gesundheitspersonal zur Pflicht gemacht haben, wird Österreich das erste Land in Europa sein, das eine solche Anforderung für die gesamte Gesellschaft auferlegt. Außerhalb des Kontinents haben Indonesien, Mikronesien und Turkmenistan ein Impfmandat für Erwachsene.

Im Gegensatz zu anderen föderalisierten Ländern wie Deutschland verfügt Österreich über eine zentralisierte nationale Impfdatenbank, die die Regierung mit den im Land registrierten Personen abgleichen könnte, um festzustellen, wer noch keine Impfung erhalten hat.

Die Impfpflicht ist in Österreich keine Neuigkeit. 1948 machte die Nachkriegsregierung die Impfung gegen Pocken gesetzlich vorgeschrieben. 1980 erklärte die Weltgesundheitsorganisation die Pocken zur ersten Krankheit, die durch eine Impfung besiegt wurde.

Für mehr Informationen zu Corona-Schutzimpfung besuchen Sie die offizielle Webseite des Gesundheitsministeriums.

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