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Das europäische Geschäft von Huawei schrumpfte um 12 Prozent

Trotz der strengeren Sanktionen der USA habe der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei im vergangenen Jahr seine Gewinne gesteigert. Der Nettogewinn stiege um 3,2% auf 64,6 Milliarden Yuan, was 8,4 Milliarden Euro entspricht. Im Vorjahr lag die Wachstumsrate noch bei 5,6%.

Der Umsatz stieg im Jahr 2020 um 3,8%, was jedoch nur auf den Inlandsmarkt zurückzuführen sei. Außerhalb Chinas sei das Geschäft geschrumpft – in Europa sei das Geschäft beispielsweise um etwa 12% geschrumpft. Im Jahr 2019 wurde das Unternehmen vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump als schwarze Exportliste aufgeführt.

Die Vereinigten Staaten haben die Lieferungen der Gruppe stark eingeschränkt. Gleichzeitig wirke sich der Lieferengpass auf die Produktion interner Kirin-Chips aus. Darüber hinaus dürfe Huawei derzeit keine Google-Dienste (wie d en Play Store) auf seinen Android-Smartphones vorinstallieren.

„Viele Schwierigkeiten“

Jiang Xisheng, Vorstandsvorsitzender der deutschen Nachrichtenagentur Huawei, sagte, dass das Geschäft insgesamt gut läufe. Der Manager fuhr fort: „Aufgrund der US-Sanktionen haben wir jedoch sicherlich viele Schwierigkeiten.“ Insbesondere der Umsatzrückgang bei High-End-Smartphones ist „relativ groß“, und die Chips von High-End-Smartphones sind besonders betroffen durch die US-Sanktionen.

Huawei ist derzeit nur in der Lage, diese Geräte herzustellen, da es vor Inkrafttreten der Sanktionen eine Menge Chips hergestellt hat. Es ist nicht einmal möglich, fehlende Komponenten zu produzieren. Die Herstellung dieser Chips ist sehr kompliziert und für uns derzeit unmöglich. Dies haben wir nicht berücksichtigt. Es werden jedoch Anstrengungen unternommen, Alternativen und Lösungen zur Diversifizierung der Lieferkette zu finden, um sich nicht auf einen einzigen Lieferanten oder ein einziges Land zu verlassen.

124 Mitarbeiter in Österreich

Das Unternehmen beschäftigt weltweit fast 200.000 Mitarbeiter. Wie Erich Manzer, stellvertretender Geschäftsführer von Huawei in Österreich, sagte, sind in Österreich 124 Mitarbeiter beschäftigt. Die Koronapandemie hat keine Auswirkungen auf das österreichische Geschäft, beschleunigt jedoch den Digitalisierungsprozess weiter.

Huawei liefert Mobilfunkgeräte an alle drei Netzbetreiber in Österreich. In Magenta (T-Mobile) stammt die 5G-Basisstation (d. H. Die Sendeantenne) ebenfalls von Huawei. Für Liwest, einen Kabelnetzbetreiber in Oberösterreich, hat Huawei Europas erstes unabhängiges 5G-Netz (5G-unabhängiges Netz) eingerichtet und basiert nicht auf der vorherigen 4G-Technologie.

Spionagevorwürfe abgelehnt

Manze lehnte die Vorwürfe der USA wegen Spionage entschieden ab und betonte die Bedeutung der Datensicherheit von Huawei. Zu diesem Zweck verfügte Huawei über ein Cyber-Sicherheitszentrum in Brüssel. In Österreich sei die Zusammenarbeit mit der Regierung sehr gut. Unter Berücksichtigung der Änderungen des Telekommunikationsgesetzes ist Manzer der Ansicht, dass Sicherheitsfragen nicht politisch, sondern technisch betrachtet werden sollten.

Übrigens wird der Flagship-Store von Huawei in diesem Sommer in der Wiener Kärntnerstraße eröffnet. Der Flagship-Store wird Smartphones, Tablets und Fitnessuhren chinesischer Hersteller enthalten. Es war geplant, vor zwei Jahren ein Geschäft im Zentrum von Wien zu eröffnen, aber es wurde eingestellt.

 

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