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Die US-Botschaft in Kabul wird evakuiert

Für Flucht aus Kabul wir der Flughafen zum Klamm

Nach ihrer unerwarteten und schnellen Besetzung der afghanischen Hauptstadt Kabul Haben die radikalislamischen Taliban das Ende der Kämpfe und sind nun Dialog bereit. Trotzdem versuchten viele Afghanen und Mitglieder westlicher Botschaften, das Land über den Flughafen Kabul zu verlassen. Die Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und andere Länder haben Militärflugzeuge entsandt, um ihr Personal zu entsenden. Die US-Botschaft wurde inzwischen vollständig evakuiert.

„Der Krieg im Land ist vorbei“, sagte Taliban-Sprecher Mohamed Naim am Sonntagabend gegenüber Al Jazeera. Es wird sich bald zeigen, wie dieses Land in Zukunft regiert wird. Naim wurde kurzfristig mit weiteren Handlungsoptionen versöhnt: Sie wollen mit allen Beteiligten in Frieden leben, Afghanen und diplomatische Vertretungen schützen und den Dialog mit der internationalen Gemeinschaft suchen. Von den Taliban wird erwartet, dass sie ihre Gegner unterdrücken.

Es gab Rangeleien um die begehrte Abreise

Dies ist einer der Gründe, warum viele Afghanen immer noch verzweifelt das Land über den Flughafen Kabul verlassen. Dort übernachteten auch Mitglieder der westlichen Botschaft. Da die Abreise abgesagt wurde, kam es gelegentlich zu Handgemenge. Die NATO hat zuvor erklärt, dass der Flughafen den zivilen Flugverkehr verboten hat. Nach Angaben der Flugbeobachtungs-Website flightradar24 starteten in der Nacht mehrere US-Militärflugzeuge von Kabul aus. Das Gebiet um den Flughafen wird von Tausenden amerikanischen Soldaten beschützt.

Botschaftspersonal wartet am Flughafen

Im Gelende warten Minister, Regierungsbeamte und andere Zivilisten verzweifelt auf Flüge aus dem Ausland. Dort sind auch Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Nach Angaben des Außenministeriums ist die Evakuierung der US-Botschaft bereits abgeschlossen. Alle Mitarbeiter wurden per Helikopter zum Flughafen gebracht. Medienberichten zufolge wurde die amerikanische Flagge gesenkt. Am vergangenen Wochenende betonte das Auswärtige Amt, dass das Personal des riesigen Komplexes auf ein Minimum reduziert werden solle, aber dies sei nicht die Evakuierung der Botschaft.

Gleichzeitig hat Deutschland damit begonnen, sein Personal von der offiziellen Repräsentanz in Kabul zu beziehen. In Doha, dem Golfemirat Katar, bestiegen nach Angaben der Deutschen Nachrichtenagentur in der Nacht zum Montag 40 Mitarbeiter der Deutschen Botschaft ein amerikanisches Flugzeug. An dieser Maschine sind auch vier Mitglieder der Schweizer Vertretung in Afghanistan. Österreich hat kein Botschaftspersonal in Kabul, Afghanistan wird von der pakistanischen Hauptstadt Islamabad betreut.

Deutschland und Kabul bauen „Luftbrücke“

In der Nacht schickte die Bundeswehr zwei A400M-Transportflugzeuge nach Kabul. In den nächsten Tagen werden sie zu einem Kernbestandteil des „Lufttransports“. Neben Botschaftspersonal werden auch andere deutsche Staatsbürger und Afghanen, die für die Bundeswehr oder die Bundesregierung arbeiten, nach Deutschland gebracht.

 Flughäfen und Grenzübergänge zu öffnen

Die USA, Deutschland und rund 60 weitere Länder, darunter auch Österreich, riefen dazu auf, Afghanistans Flughäfen und Grenzübergänge offen zu halten. Wer ausreisen wird, muss auch ausreisen dürfen. Die Machthaber Afghanistans Haben sterben Verantwortung, Menschenleben zu schützen und soziale Ordnung wiederherzustellen.

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