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Mutmaßlicher Mord an Leoni: Was wir über die Verdächtigen wissen

Unter Verdacht: Vier afghanische Männer

Nach dem mutmaßlichen Mord an der 13-jährigen Leonie aus Wien kommen immer mehr Details ans Licht. Inzwischen ist klar, dass das Mädchen mit deutscher Staatsbürgerschaft unter Drogen gesetzt, sexuell missbraucht und erstickt wurde. Vier Männer stehen unter dringendem Verdacht. Alle aus Afghanistan. Drei von ihnen wurden von der Polizei festgenommen. Die vierte Person wird derzeit mit internationalem Haftbefehl gesucht. Die Behörden schließen nicht aus, dass es weitere Verdächtige geben könnte.

Wien: Durch Zeugen kamen Ermittler auf heiße Spuren

Am 28. Juni nahm die österreichische Polizei die ersten beiden Verdächtigen im Fall Leoni fest. Sie sind 16 und 18 Jahre alt. Ein Nachbar lieferte wichtige Hinweise. Der 37-jährige Mann war verblüfft über den aufgerollten Perserteppich vor dem Fenster des Mannes. Er dachte sofort, dass man eine Leiche – Leonis Leiche – darin einwickeln und dorthin transportieren könnte, wo sie später gefunden wurde.

Ein anderer Nachbar hätte in einem Interview gesagt; dass die beiden schon immer Probleme gehabt hatten. „Sie haben sich nicht angepasst. Sie waren unzivilisiert“, beschrieb Said M. diese jungen Leute.

Festnahme: Zwei Verdächtige im Alter von 16 und 18 Jahren

Laut einstimmigen Medienberichten ist der 16-Jährige erst seit April dieses Jahres in Österreich. Seit 2020 sei seine Mutter und seine Schwester als Asylbewerber identifiziert. Der Teenager ist nicht vorbestraft und hat zu diesen Vorwürfen bisher geschwiegen.

Nach Angaben der Polizei bestritt der 18-jährige Afghane jede Beteiligung an der Tat. Es wurde berichtet, dass eine Liste mit vielen Vorstrafen bestehe: Es gibt insgesamt 11 Anklagepunkte, er wurde dreimal verurteilt – darunter Raub und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz – und ist inhaftiert worden. Aufgrund seines Vorstrafenregisters wurde ihm sein Status als Begünstigter des ergänzenden Schutzes entzogen. Der österreichische Innenminister teilte mit, dass seine Rückführung aufgrund seiner Beschwerde verschoben worden sei.

 Auch festgenommen: Ein 23-jähriger Mann aus Afghanistan

Zwei Tage nach der Festnahme zweier 16-jähriger und 18-jähriger junger Männer wurde einem 23-jährigen Mann in einer U-Bahn-Station Handschellen angelegt. Derzeit wird er von Ermittlern befragt. Polizeisprecher Markus Dittrich bestätigte, dass ihn auch die Behörden kennen sollen. Die österreichischen Medien berichteten über recht viele Vorstrafen. Der Mann soll wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung inhaftiert worden sein.

Laut Bericht wurde sein Asylantrag 2018 abgelehnt. Auch er erstattete Anzeige. Eine Störung führte dazu, dass er plötzlich als „niemand auffindbar“ galt, obwohl er gleichzeitig in Bewährungshilfe sein soll.

Der Fall Leoni ist in Österreich längst zu einem Politikum geworden und hat eine Debatte über strafbare Asylsuchende entfacht.

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