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Sehr viele Vermisste

Großes Erdbeben in Haiti: Über tausend Todesopfer gerettet

Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti steigt weiter: Die Zivilschutzbehörde teilte am Sonntag mit, dass bisher 1.297 Leichen gefunden wurden. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,2 am Samstag wurden noch Hunderte Menschen vermisst und mehr als 5.700 verletzt. Die Menschen befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird.

Das Erdbeben verursachte schwere Schäden. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, darunter ein mehrstöckiges Hotel in der Stadt Les Cayes. Viele Anwohner beteiligten sich an den Rettungsarbeiten. Das Österreichische Rote Kreuz stellt 75.000 Euro Nothilfe zur Verfügung, die Caritas bittet um Spenden.

Eine weitere Bedrohung durch tropische Stürme

Gleichzeitig nähert sich der Tropensturm „Grace“ diesem extrem verarmten Karibikland. Es soll in der Nacht zu Montag bei starkem Regen landen, was die Rettungs- und Sucharbeiten erschwert.

Die USA leisteten Nothilfe. Mehrere Jayhawk-Hubschrauber der US-Küstenwache sind jetzt im Einsatz. Die Mitarbeiter retteten die Verwundeten und brachten sie zur Behandlung nach Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis.

Präsident Joe Biden hatte zuvor erklärt, dass Haiti während einer ohnehin schwierigen Zeit von einem Erdbeben heimgesucht wurde, was ihn „traurig“ machte. Dieses extrem arme Land steckt in einer schweren politischen Krise. Auslöser war die Ermordung von Präsident Jovenel Moise Anfang Juli.

Macron hat sich bereit erklärt zu helfen

Auch Frankreich kündigte seine Unterstützung an: „Frankreich bleibt an der Seite Haitis und seines Volkes und ist bereit, Unterstützung zu leisten“, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron am Sonntag auf Twitter. „Wir sind bei denen, die geliebte Menschen verloren haben oder Zeugen des Zusammenbruchs ihrer Häuser und Teile ihres Lebens geworden sind.“ Haiti ist seit 1697 eine französische Kolonie. Nach der Unabhängigkeit 1804 waren die Beziehungen zwischen den beiden Ländern oft angespannt.

Auch Papst Franziskus drückte sein Mitgefühl aus: „Ich möchte diesen lieben Bewohnern, die vom Erdbeben schwer getroffen wurden, meine Nähe zum Ausdruck bringen“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche nach einem traditionellen Drei-Glocken-Gebet in Rom am Sonntag.

 

 

 

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