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Sexuale Belästigungen im Altersheim

Ein Tiroler vor Gericht

Alt, schutzlos, körperlich oder geistig beeinträchtigt: Das scheint der Beuteplan des 61-jährigen Angeklagten zu sein. Insgesamt sieben Frauen soll der Tiroler in Heimen oder im Krankenhaus sexuell belästigt haben. Es gibt vier Arten von Berichten. Vor Gericht versuchte er, seine Unschuld zu beweisen.

„Ich war in den Heimen“, gab der Angeklagte im Prozess am Montag zu. „Aber nur um auf die Toilette zu gehen.“ Hätte die weiblichen Bewohner nicht belästigt.

Frauen, ihre Betreuer und Angehörige gaben unterschiedliche Informationen: In einem halbdunklen Raum wurde eine an Demenz erkrankte Rollstuhlfahrerin (80 Jahre alt) von der Betreuerin „völlig fassungslos“: Ein Unbekannter berührte dabei ihre Brüste und den Genitalbereich. „Männer wollen nur eins. Oben reicht ihnen nicht, sie wollen unten sein“, sagte der Rentner. Zwei Tage später sei der Mann im Badezimmer der Frau aufgetaucht, sagte die Krankenschwester, die Augenzeugin war.

Schwierigkeiten bei der Identifizierung

Eine andere Frau soll plötzlich auf dem Bett liegend geküsst worden sein. Sie kann ihn und die beiden anderen Opfer erkennen, aber sie kann es nicht. Unter anderem aus diesem Grund wurde der Angeklagte nur in einem Fall wegen sexueller Belästigung verurteilt: zu einer Geldstrafe von 480 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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