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Wie die Nachbarländer von uns mit Corona umgehen

Lockdown, Impfung, Test – die Elemente des Kampfes gegen die Corona Pandemie seien in allen Ländern sehr ähnlich. Unsere Nachbarländer würden jedoch in mancher Hinsicht immer noch unterschiedliche Strategien verfolgen. Hier ist eine Übersicht:

In Deutschland sei die Impfgeschwindigkeit nicht hoch. Bisher seien nur 5% aller deutschen Staatsbürger vollständig geimpft. In den kommenden Wochen und Monaten könne sich ihre Zahl jedoch erheblich erhöhen. Übrigens sollten nach dem Plan des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn diejenigen, die die Impfung gegen das Corona Virus erhalten haben, bald ihre Freiheit wiedererlangen.

In Anbetracht der jüngsten Corona Zahlen habe Ungarn kürzlich die Blockade ausgeweitet. Allerdings: Zu Ostern wurden keine besonderen Maßnahmen ergriffen. Ministerpräsident Viktor Orban setzte zunächst auf eine schnelle Impfung, auch dank der Dringlichkeitsgenehmigung von Sputnik V.

In Ungarn wurden Menschen aufgrund der Notfallgenehmigung auch mit dem Impfstoff „Sputnik V“ geimpft

Trotzdem seien die Zahlen Ungarns weiterhin besorgniserregend. Am Dienstag wurde ein trauriger Rekord aufgestellt: An einem Tag starben 24 Ungarn innerhalb von 24 Stunden an Covid-19, mehr als seit Beginn der Pandemie.

Nachdem die Tschechische Republik im Frühjahr 2020 die erste Coronawelle erfolgreich eingedämmt hatte, traf die zweite Welle das Land mit aller Kraft. In den EU-Ländern leben ungefähr 10,7 Millionen Menschen. Bisher wurden mehr als 25.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Damit ist es das Land mit der höchsten Pro-Kopf-Sterblichkeitsrate der Welt. Seit Beginn der Pandemie wurden fast 1,5 Millionen Fälle von Corona registriert.

In der Tschechischen Republik ist nicht nur der Tourismus verboten, sondern auch die Maskenanforderungen wurden verschärft.

Die Tschechen seien derzeit unter schwerer Blockade und die Menschen dürfen das Wohngebiet nur unter besonderen Umständen bis zum 11. April verlassen. Seit dieser Woche sei die Zahl der Neuinfektionen langsam zurückgegangen. Ziel sei es nun, auch die Impfrate zu beschleunigen. Vor kurzem habe sich die Tschechische Republik der Kritik Österreichs an der Impfstoffverteilung in der EU angeschlossen und einige Erfolge erzielt. Daher kündigte Ministerpräsident Sebastian Kurz an, dass er Tschechen 30.000 Dosen Impfstoff und Ungarn 40.000 Dosen Impfstoff zur Verfügung stellen werde.

Wie in anderen Ländern Mitteleuropas trat im vergangenen Jahr die erste Coronawelle in der Slowakei auf. Die Slowakei überlebte relativ wenige Infektionen und Todesfälle. Eine jüngste Welle habe jedoch die Krankenhäuser stark belastet und das öffentliche Leben stärker eingeschränkt.

Am Ostersonntag überstieg die Zahl der Todesopfer durch die Corona 10.000. Seit Beginn der Pandemie habe das Land 5,5 Millionen Einwohner, was zu 10.025 Todesfällen führte. Dank der Notfallgenehmigung habe die Slowakei den Impfstoff „Sputnik V“ bereits geim

Wie Österreich forderte auch Slowenien die Umverteilung des Corona-Impfstoffs in der EU. Sie wollen Menschen unter 60 Jahren nicht mehr mit dem Anti-Corona-Impfstoff impfen. Das Land sei seit dem 1. April gesperrt, weil die Zahl der Neuinfektionen besorgniserregend sei und alle nicht wesentlichen Unternehmen und Dienstleistungen geschlossen wurden.

Nach den Osterferien soll die Schule auf Fernunterricht umgestellt werden. Außerdem sei die Bewegung zwischen Bereichen und eingeschränkter Kontakt (außer Ostersonntag) verboten. Die Anforderungen für Freiluftmasken und groß angelegte Testaktivitäten haben bereits begonnen.

Italien hoffe, die Maßnahmen in bestimmten Gebieten nach den Osterferien zu lockern, als das ganze Land als teilweise blockierte rote Zone galt. Ab Dienstag würden Trentino, Venetien und Marken als orangefarbene Gebiete ausgewiesen, das öffentliche Leben werde jedoch bis Mai stark eingeschränkt.

Nach Ostern sollte die Schule jedoch schrittweise wiedereröffnet werden. Kinder unter der sechsten Klasse können in die Klasse zurückkehren. Um die Rückkehr zum sicheren Unterricht zu fördern, sollten die Schüler wöchentlich gemäß den Plänen der Regierung getestet werden. Im Gegensatz dazu protestierten am Freitag Eltern und Schüler in ganz Italien.

Anfang März begann sich die Schweiz zu entspannen und Geschäfte und einige Freizeiteinrichtungen wurden nach sechswöchiger Schließung wiedereröffnet. Es sei auch erlaubt, ein Treffen von bis zu zehn Personen in Innenräumen abzuhalten.

Geimpfte Menschen haben bereits Privilegien, auch wenn es sich nur um eine kleine Impfung handelt. Beispielsweise wurden die Maskenanforderungen für geimpfte Bewohner von Alters- und Pflegeheimen entfernt. Jedoch sollte darauf geachtet werden, es nicht wieder zu lösen. Zum Beispiel dürfen vor dem 14. April keine Zuschauer an Sportveranstaltungen teilnehmen, während Amateur- und Massensportarten warten müssen, bis die Spiele wieder erlaubt sind.

Im kleinen Fürstentum Liechtenstein begann die Impfkampagne Anfang des Jahres mit dem Ziel, die Bevölkerung Ende des zweiten Quartals zu impfen. Die Sperrung und rasche Immunisierung vom 20. Dezember bis Mitte Januar sollte funktionieren: Am 3. April 2021 verzeichnete das Fürstentum nur eine neue Corona Infektion im ganzen Land.

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